
Wir schreiben das Jahr 2012! Clubs kommen und gehen, aber ein Club hat uns in unserer elektronischen Musik-Laufbahn stets begleitet. Der Tresor in Berlin, kein Club ist legendärer als dieser. Seit 1991 ist der Tresor ein fester Bestandteil der Techno-Szene. Auch wenn er zwischenzeitlich umziehen musste. Die Location ist trotzdem noch einmalig und das Feiern macht auch heute noch Spaß, man fühlt sich zurück versetzt in die Anfänge der Subkultur.
Und darum wollen wir euch einen kleinen Auszug aus der Geschichte dieses unglaublichen Clubs nicht vorenthalten.
Begonnen hat die Geschichte des Tresors als Underground-Club für die sogenannte Acid-House-Szene mit zunächst illegalen Partys unter dem Namen UFO. Anfang 1991 entdeckte Dietmar-Maria Hegemann (auch bekannt als Dimitri Hegemann durch seine Tätigkeit als Mitglied der deutschen Dark Wave-Formation in den 1980er Jahren) den Tresorraum des ehemaligen Wertheim Kaufhauses. Hegemann nutzte die bestehenden Möglichkeiten der 1926 erbauten Kammer, um seine Ideen für einen Techno-Club zu verwirklichen. Die bisherigen Partys wurden in den Tresor verlegt. Der Tresor entstand und öffnete drei Monate später im März 1991 als erster Techno-Club Berlins nahe dem Leipziger Platz seine Pforten.
Seine rustikale, dekorationsfreie Einrichtung im ehemaligen Tresor des Kaufhauses an der Leipziger Straße 126, mit hunderten von aufgebrochenen Schließfächern sowie die harte, maschinelle Musik, fanden Anklang in Berlin. Während der Loveparade fand die Veranstaltung „Tresor-Park“ mit Sven Väth statt. Im September 1991 wurde das gleichnamige Plattenlabel Tresor Records – ebenfalls von Hegemann – ins Leben gerufen.
Mitte der 1990er existierten Pläne, im Ruhrgebiet einen Tresor West aufzubauen, was jedoch von politischer Seite verhindert wurde. Wiederholt stand der Tresor Club vor der Schließung. Das Gelände in der Nähe des Potsdamer Platzes war zu DDR-Zeiten in Mauernähe geräumt worden, wurde aber nach der Wende wieder für eine Bebauung attraktiv. So bekamen die Club-Betreiber von Anfang an nur sehr kurzfristige Verträge. Die letzte Party im alten Tresor fand am 16. April 2005 statt.
Ab Juli 2005 fanden Tresor-Partys unter dem Motto „Tresor im Exil“ in den Räumlichkeiten der Maria am Ostbahnhof oder im SO36 statt. Am 25. Mai 2007 hat der Club seine neuen Räume im ehemaligen Heizkraftwerk Berlin-Mitte in der Köpenicker Straße geöffnet. Seitdem finden mittwochs, freitags und samstags Veranstaltungen statt. Ein Teil der originalen Schließfächer aus dem alten Wertheim Kaufhaus wurden in die neue Location mitgenommen und in deren unteren Veranstaltungsraum eingebaut, wodurch die Erinnerung an den alten Club erhalten werden soll.
Wie ihr seht: “It´s not over“! Den Tresor wird es auch in Zukunft weiterhin geben. Und wie stand letztens so schön auf dem Einlass-Bändchen? …Future is long...
Weitere Infos und Dates findet ihr auch auf www.tresorberlin.de








